meine Biographie

Als zweites Kind einer Familie mit traditionell handwerklichn Wurzeln, bin ich 1958 in einem kleinen Dorf auf den Hügeln des Saarlandes geboren und lebte in einfachen Verhältnissen in dem Haus meiner Groß- und Urgroßmutter mit meinen Eltern und meinen beiden Schwestern, die nur knapp ein Jahr jeweils älter und jünger sind als ich. Mein Vater hatte Maschinenbau studiert, meine Mutter war eine künstlerisch sehr begabte Hausfrau, die uns Kinder nach den Wirren der Kriegsjahre im sogenannten Wirtschaftswunder großzog. Mein Vater ist 10 Jahre jünger als meine Mutter und er war sehr jung, als wir zur Welt kamen. Meine Eltern hatten viele finanziellen Probleme und persönliche Konflikte. Dadurch waren wir Kinder uns selbst und aufeinander angewiesen und ich machte mich früh selbständig, da ich durch die Unsicherheiten, Unberechenbarkeiten und gewalttätigen Auseinandersetzungen in der Familie keinen sicheren Ort fand. Ich lernte früh, mich zu fragen, was Menschen bewegt so zu sein wie sie sind und dachte viel nach. Als Jugendliche fühlte ich mich angezogen von den Ideen der linken Bewegung. Der Sportverein wurde für mich eine Art Ersatzfamilie, mit der ich die Welt auch außerhalb des Saarlandes erkunden konnte.

Ich interessierte mich für Philosophie, Psychologie und Politik. Gleichzeitig war ich ein bodenständiger Mensch und wollte gerne Medizin studieren, um anderen Menschen zu helfen. Meine mittelmäßigen Schulnoten vereitelten dies jedoch, so dass ich mich nach einer Schwesternhelferinnenausbildung, den Spuren meiner Mutter folgend, die Schneiderin war, für das Studienfach Textildesign entschied. Während des Studiums lebte ich bei Freunden, die ebenso wie ich Sportler und Naturfreunde waren. Wir zogen mit dem Paddelboot durch Europa und spielten begeistert Volleyball. Diese Zeit erlebte ich im Gegensatz zu meiner Kindheit als relativ unbeschwert.

Mit 22 begegnete ich meiner großen Liebe. Wir heirateten und bekamen 2 Kinder. Wir studierten beide noch, empfanden jedoch gegenüber den Kindern und der Familie schon damals großes Verantwortungsgefühl. Wir liebten den Sport und das Reisen und unsere Kinder waren immer mit dabei. Unsere Freunde, die ebenfalls Kinder im gleichen Alter hatten, unternahmen viele der Reisen gemeinsam mit uns.

Unser Leben war sehr abwechselungsreich und die Jahre waren erfüllt von unserer beruflichen Karriere, unseren Hobbies und  von der Erziehung der Kinder. Nachdem ich das Diplom als Designerin abgeschlossen hatte, studierte ich Waldorfpädagogik und bekam eine Stelle an einer Waldorfschule, die mich 14 Jahre lang ausfüllte. Mein Mann promovierte und wurde Professor. Durch seine berufliche Entwicklung lebten wir viele Jahre eine Wochenendbeziehung, bis wir die Entscheidung trafen gemeinsam ins Ausland zu gehen. So verbrachten wir intensive und bereichernde Jahre in Spanien und Dänemark und unsere Kinder besuchten internationale Schulen. Ich machte mich selbständig als Designerin und arbeitete in Dänemark fünf Jahre sehr innovativ im Digitaldruck auf Mode während mein Mann als Hochschulprofessor international unterwegs war. 

Unsere Ehe, die über viele Jahre sehr lebendig aber auch spannungsgeladen war, zerbrach kurz nachdem mein Schwiegervater starb und die Kinder aus dem Haus gingen. Ich entschloss mich, zurück nach Deutschland zu gehen und in Berlin einen Neuanfang zu versuchen. Mit meiner künstlerischen Arbeit konnte ich jedoch in Berlin nicht überleben, so dass ich wieder zu unterrichten begann. Ich empfand diese Zeit als harten Überlebenskampf.

Diese persönliche Lebenskrise zwang mich dazu, neue Strategien zu entwickeln und mein Leben neu zu ordnen. Mir begegneten dabei Menschen, die mich unterstützten. Die Geschichte meiner Eltern und die schmerzlichen Erfahrungen in meinem Elternhaus verarbeitete ich literarisch indem ich eine Reihe Gedichte verfasste, die ich mit "Seelenstreifschuss" betitelte. Durch die Begegnung mit einem alten Freund setzte ich mich über mehrere Jahre mit der Individualpsychologie Alfred Adlers intensiv auseinander und verarbeitete dadurch ein weiteres Kapitel meiner Kindheit und Jugend. 

Alle Krisen bergen in sich ein großes Potential. Wenn wir sie überstehen, erwachsen uns dadurch neue Kräfte, die uns ermöglichen, über uns hinaus zu wachsen. Ich glaube, dass jeder Mensch solche oder ähnliche Erfahrungen im Laufe seines Lebens macht, an denen er sich weiter entwickeln kann. Heute möchte ich Menschen dabei helfen, ihre Lebenskrisen zu bewältigen, um daran zu wachsen. 

Heute bin ich als Heilpraktikerin für Psychotherapie, ausgebildete Traumatherapeutin und Systemische Paar- und Familientherapeutin unterwegs. Ich habe meinen Traumberuf gefunden freue mich darauf, andere Menschen in Lebenskrisen zu begleiten und zu unterstützen.

In meinem Praxisraum in Berlin Schmargendorf arbeite ich mit Einzelpersonen, Paaren und kleinen Gruppen und freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme. Als Dozentin bin ich für den SFBB (Sozialpädagogischen Dienst Berlin Brandenburg) tätig und für Campus Naturalis tätig und halte leidenschfatlich gerne Vorträge, Seminare und Workshops ab.

Catharina Schmeer

 

 

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